26.10.04

Bush schadet Barbie (und Starbucks)


FOX News sprang gestern über seinen eigenen Schatten und präsentierte dem verdutzten Publikum folgende Meldung: Die amerikanische Außenpolitik schadet zunehmend dem Absatz amerikanischer Produkte. Betroffen seien vor allem Marken wie Starbucks Kaffee, Marlboro Zigaretten und Mattels Barbie-Puppen. FOX zitierte dabei eine Studie des Marktforschungsinstitutes GMI aus Seattle. GMI interviewte dafür je 1000 Personen in den G8-Staaten. 33 Prozent der Befragten sagten, sie wollten keine Barbie-Puppen mehr kaufen. "Je mehr die Konsumenten in den G8-Staaten ein Produkt mit Amerika verknüpfen, umso höher ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Produkt in Zukunft gemieden wird", so die Studie. Rund ein Drittel der von GMI befragten Deutschen sagten offenbar auch, dass sie wegen des Irak-Krieges ihr Interesse an einer Reise in die USA verloren hätten.
-->GMI-Studie

7 Kommentare:

Um 10:40, Anonymous schreibt...

Jawoll, und ich bin sowieso schon von Coca-Cola auf Afri-Cola umgestiegen. Nieder mit der Imperialisten-Brause! ;-)))

 
Um 15:54, Franziska schreibt...

Wenn wir das zulassen dann lassen wir zu das man uns unsere Träume nimmt. Gerade wir Deutschen lieben alles was amerikanisch ist. Ich möchte an den Boon der Levi`s Jeans in den 90iger erinnern, an die Barbie die jedes Mädchen hatte oder daran das heute jeder Banker, BwL-Student und Jurist, jeder aus dieser Branche stolz ist wenn er einen Kaffeebecher von Starbucks in der Hand hat! Es ist Zeit für einen Wechsel, es ist Zeit das wir unsere Träume ohne Einschränkungen wahr werden lassen und dazu brauchen wir liberale USA!

 
Um 16:31, Anonymous schreibt...

Na ja - don't buy american ist ja schon ein (wenig feiner) Klassiker in Deutschland. In den 20-/30-ziger Jahren wurden z.B. auch die Singer-Nähmaschinen angefeindet.

Was das Reisen angeht: Ich vermute, die neuen Visabestimmungen und die Fingerabdrücke werden die US-Tourismusbranche treffen und die wird sich wehren. In drei Jahren ist der Spuk vorbei. Die USA neigt halt immer mal wieder zu extremen Maßnamen.

Ralf

 
Um 16:50, Anonymous schreibt...

@ Franziska: wieso soll irgendjemand stolz darauf sein, einen Pappbecher mit einer Plörre in der Hand zu halten, die Amis für Kaffee halten? So dumm können doch nicht einmal BWLer sein, oder gabs da mal ´ne Powerpoint-Präsentation, die das behauptet?? *kopfschüttel*

Jörn

 
Um 17:42, MacLeod schreibt...

@ Franziska
Dazu möchte ich verschiedenes feststellen:
1. Die USA sind kein Traum. Sie sind ein Staat, der gerade Krieg gegen alles mögliche führt.
2. Ich liebe nichts, was amerikanisch ist. Ich liebe meine Frau.
3. Ich hatte keine Levi's Jeans, mit Barbie hab ich nicht gespielt (mit Ken auch nicht).
4. Starbucks verkauft keinen Kaffee, sondern mit künstlichen Aromen gesättigte schwarze Bitterplörre aka Soylent Green in schwarz.
5. Banker, Juristen und BWLer sind nun wirklich als Vorbilder ebenso gut wie Automechaniker und Postboten. Nichts gegen Automechaniker oder Postboten oder BWler oder Banker oder Juristen, aber sie sind einfach ein Berufsgruppe und basta.
6. Und meine Träume haben mit den USA so viel zu tun wie mit Hintertupfingen, nämlich nix.

Ende

 
Um 01:45, Anonymous schreibt...

die wahl ist genauso von machtpolitischen hintergedanken geprägt wie bei uns hier, wenn nicht noch mehr, denn schließlich kommt doch irgendwann alles von drüben hier rüber-mit zeitverzögerung.
siehe auch hier: http://www.geocities.com/portanigra_m50_003/ju_es_eih.html?1098831409759
friedliche grüße.
p.nigra

 
Um 22:17, alu_tiger schreibt...

Barbie, Starbucks und Levies sind mir egal, kann man kaufen oder bleiben lassen. Aber eine Reise in die USA vermeide ich bis auf weiteres, wenn es geht. Ich finde es absolut unangebracht was Nicht-US-Bürgern derzeit bei der Einreise zugemutet wird.

 

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